Übergangszeit zur Gefährdungsbeurteilung Mutterschutz endet bald

Am 31. Dezember 2018 endet die Übergangsfrist

Zum 31.12.2018 endet die Übergangsfrist zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung für werdende bzw. stillende Mütter. Nach dem neuen Mutterschutzgesetz müssen alle Arbeitsplätze, auch wenn diese derzeit nicht von Frauen besetzt sind, auf die besonderen Gefährdungen für die Kinder bewertet werden.

Mutterschutzgesetz ist ein Kinderschutzgesetz

Streng genommen handelt es sich nicht um den besonderen Schutz der Mütter, sondern um die ungeborenen Kinder, da bestimmte äußere Einflüsse eine negative Wirkung auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes haben. Gleiches gilt für Säuglinge, in dem Zeitraum, in dem Sie noch gestillt werden.

Wenn bis Ende Dezember die Gefährdungsbeurteilung nicht durchgeführt wurde, können bei Kontrollen durch Behörden empfindliche Bußgelder verhängt werden. Nichts desto Trotz, muss die Gefährdungsbeurteilung schon vor Ende des Jahres durchgeführt werden, sobald eine Schwangerschaft bekannt gegeben wird.

Durch das vorzeitige Ergebnis wird Zeit gespart

Das Ergebnis der Beurteilung muss den Mitarbeitern (auch den männlichen Kollegen) bekannt gegeben werden. Der Sinn dahinter liegt auf der Hand:

Im Falle einer Schwangerschaft soll keine Zeit „verplempert“ werden. Führungskräfte und Kollegen sollen sich über die Risiken im Klaren sein, um bei einer werdenden Mutter eine bessere Unterstützung zu sein. Es ist dann für alle Beschäftigten einfacher, auf die Gefahrenbereiche hinweisen.

Was ist bei der Bekanntgabe einer Schwangerschaft zu tun?

Die Gefährdungsbeurteilung wird zur Hand genommen und die dort abgeleiteten Maßnahmen werden umgesetzt. Kann der Arbeitsplatz nicht so gestaltet werden, dass eine werdende Mutter sicher arbeiten kann, so kann eine Umsetzung in Betracht gezogen werden. Ist dies auch nicht gefahrlos möglich, wird die Schwangere von der Arbeit freigestellt. Es wird ein „Beschäftigungsverbot“ durch den Arbeitgeber ausgesprochen. Weiterhin, wird die Schwangerschaft bei der Behörde angezeigt.

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