Nackenschmerzen durch Sehprobleme?

Schlechte Erkennbarkeit als Ursache für Muskel-Skelett-Beschwerden

Hohe Belastungen an den Sehapparat treten unter anderem durch ungünstige Arbeitsplatzgestaltung und ungünstige Lichtverhältnisse auf. Dies ist zum Beispiel durch störende Blendungen oder eine schlechte Zeichendarstellung der Fall. Anstrengend wird die Bildschirmarbeit auch dann, wenn bereits Schäden am Sehvermögen vorhanden sind und diese nicht ausreichend korrigiert werden. Beschäftigte klagen häufig über Beschwerden, die eher diffus sind. Das können Kopfschmerzen oder brennende, bzw. tränende Augen sein. Schulter und Nackenbeschwerden, sowie andere Schmerzen am Bewegungsapparat können ebenfalls das Resultat eines unzureichenden Seevermögens sein.

Ausgleichshaltung ist nie gut

Um besser sehen zu können werden oft Ausgleichshaltungen eingenommen. Diese Ausgleichshaltungen sorgen für eine einseitige Haltung oder einseitige Bewegungen und verursachen langfristig gesehen gesundheitliche Probleme.

Angebotsuntersuchung für Tätigkeiten an Bildschirmarbeitsplätze

Für Beschäftigte die an Bildschirmgeräten arbeiten ist eine entsprechende Angebotsvorsorge notwendig. Dabei handelt es sich um die Angebotsvorsorge G 37 „ Bildschirmarbeitsplätze“. Obwohl durch die Tätigkeit am Bildschirmarbeitsplätzen keine Schädigungen der Seeorgane zu erwarten sind, wird doch festgestellt, dass circa 30-40% der Bevölkerung ein nicht optimales Sehvermögen besitzen. Diese nicht optimalen Bedingungen für diese Aufgaben resultieren unter anderem auch durch die altersbedingten Veränderungen des Sehapparates. Werden diese nicht optimal korrigiert, kann es zu Fehlhaltungen kommen.

Inhalt der G37 Untersuchung

Die G 37 Untersuchung beinhaltet ein ärztliches Gespräch, in dem Vorerkrankungen des Sehapparates abgefragt werden. In der Regel wird nun die Sehschärfe im Nah- und Fernbereich bestimmt sowie die Stellung der Augen und die Größe des Gesichtsfeldes. Gleichzeitig wird das Farbsehen überprüft. Sollte diese G 37 Untersuchung ergeben, dass eine weitere fachärztliche Untersuchung notwendig ist, so muss den Beschäftigten eine solche Untersuchung durch einen Augenarzt ermöglicht werden. Die Vorsorgeuntersuchungen liegt bei Beschäftigten unter 40 Jahren im Abstand von fünf Jahren und bei Beschäftigten die älter sind als 40 bei drei Jahren.

Spezielle Bildschirmbrille

Wenn es nicht möglich ist eine Alltagsbrille für die berufliche Tätigkeit zu nutzen, ist eine spezielle Sehhilfe notwendig. Dies kann der Fall sein, wenn beispielsweise die Entfernung mit einer normalen Brille nicht optimal eingestellt werden kann. Die Kosten für diese Arbeitsplatzbrille trägt in angemessenem Umfang der Arbeitgeber. Gleiches gilt für die Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung.

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